Krisen-Management

Wenn’s kracht, dann meistens richtig und unerwartet.
Das dachten vermutlich auch Manager und der Trainer von US Schwimm-Star Michael Phelps, als sie den Artikel „Phelps Goes Bong“ („Phelps Greift zur Pfeiffe“) in News of the World sahen.

So richtig und wichtig es ist, einen Krisen-Plan und Telefonlisten griffbereit in der Schublade zu haben, auf alles kann man einfach nicht vorbereitet sein.

Das einzige, was dann noch retten kann, sind
1) Ein umfassendes Gestaendnis
2) Eine Erklaerung, wie es passieren konnte und
3) das Versprechen, es besser zu machen – oder eher – nie wieder zu tun.

So gesehen, hat Phelps (oder sein PR-Manager) mit der folgenden Erklaerung an die Medien ganze Arbeit geleistet:

“I engaged in behavior which was regrettable and demonstrated bad judgment,” Phelps said. “I’m 23 years old and despite the successes I’ve had in the pool, I acted in a youthful and inappropriate way, not in a manner people have come to expect from me. For this, I am sorry. I promise my fans and the public it will not happen again.”

PR aus dem Lehrbuch. Wie die Sponsoren (AT&T, Visa, Kellogg’s, Mazda, Subway) reagieren, bleibt abzuwarten. Nicht sehr wahrscheinlich, dass der Ausnahme-Athlet baden geht, aber auch Reue kann haessliche Flecken auf der sonst Makellosen Weste hinterlassen. Und wenn die Zielkundschaft der Sponsoren abgeschreckt wird, macht sich das auch im Scheckbuch bemerkbar.

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