Medienkriege in Zeiten des Web 2.0

Einen Stellungskrieg mit den Medien können Sie nur verlieren – sei es im großen oder kleinen Maßstab. Was aber kann man als Pressesprecher oder PR-Berater tun, wenn man sich von den Medien angegriffen fühlt?

 

1. Nicht unsichtbar werden!

Wenn man sich unverstanden oder verletzt fühlt, ist es eine natürliche Reaktion, sich einzuigeln, und den Kontakt zu vermeiden. Wenn Sie erfolgreich mit den Medien arbeiten wollen, müssen Sie allerdings genau das Gegenteil tun. Suchen Sie das Gespräch, intensivieren Sie den Kontakt und verbessern Sie das Verständnis für Ihre Sichtweise. Bieten Sie hochrangige Unternehmensvertreter als Gesprächspartner an – und seien Sie nicht fixiert auf einen einzelnen (negativen) Artikel.

2. Nur nicht persönlich werden!

Wenn jemand mit einem Artikel aus irgendwelchen Gründen nicht einverstanden ist, dann haben die Redaktionen zumeist ein offenes Ohr dafür. Wenn Sie berechtigte (das heißt: sachliche) Argumente gegen den Inhalt eines Artikels haben, wird kaum ein Reporter etwas einwenden, wenn Sie ihm diese Einwände mitteilen. Wenn Sie sich jedoch daneben benehmen, erreichen Sie gar nichts. Werden Sie keinesfalls persönlich, unterstellen Sie nichts und vermeiden Sie Zwischentöne oder Bemerkungen „zwischen den Zeilen“. Wenn Sie die Integrität oder Kompetenz eines Journalisten in Frage stellen, nehmen Sie sich auf einen Schlag alle Möglichkeiten für eine künftige, nutzbringende Zusammenarbeit.

3. Nehmen Sie das Beste an!

Auch wenn die Legenden es anders wollen: Journalisten sind nicht böse! Wenn ein Redakteur etwas schreibt, was so nicht stimmt, dann meist aus einem simplen Grund: Er wusste es nicht besser. Vermuten Sie keine böse Absicht dahinter, sondern nehmen Sie an, dass schlicht und einfach etwas übersehen wurde. Überlegen Sie, wie sie in Zukunft besser und fundierter zusammenarbeiten können.

4. Schauen Sie nach vorne!

Bieten Sie sich als Informationsquelle für kommende Artikel an. Seien Sie pro-aktiv! Wenn ein Journalist einen Artikel zu Ihrer Branche, Ihrem Gebiet veröffentlicht hat, ohne Sie zu befragen, kann das auch heißen, dass Sie ihn zuvor nicht aktiv kontaktiert haben, denn sonst hätte er sich ja an Sie erinnert. Seien Sie kooperativ und professionell – und legen Sie den Artikel, der erschienen ist (und den Sie nicht mehr ändern können) zu den Akten.

5. Bleiben Sie am Ball – und werden Sie nicht verbissen!

Journalisten merken es sich, wer sie kontinuierlich mit relevanten und guten Informationen versorgt – und diese Kontinuität ist ein sicherer Weg zu einer guten beruflichen Beziehung. Seien Sie freundlich und präsent, verfolgen Sie, worüber Ihre Ziel-Journalisten schreiben und bieten Sie gute Themen an, die dazu passen. Es wird sich auszahlen.

 

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