Monatsarchiv: Januar 2010

Was PR-Profis von YouTube lernen koennen

Natuerlich wissen Sie, dass YouTube zur Zeit die drittgroesste Suchmaschine mit 85 Millionen Besuchern allein letzten November war…

Verglichen mit Google und Yahoo waechst YouTube dreimal schneller mit einer jaehrlichen Wachstumsrate von 35% verglichen mit 11% (Google) und 6% (Yahoo).  Als PR- und Medienprofis koennen wir von dieser Statistik eine Menge lernen – die Menschen (und Medien) scheinen sich auf Videos geradezu zu stuerzen. Eine Moeglichkeit, Videos in Kampagnen fuer Ihre Kunden einzubauen, ist die Erstellung von “vlogs” als Teil einer Online-Video-Buecherei auf deren Website. Oder kreieren Sie “vitches” – Sie haben sich nicht verhoert – “vitches” sind video pitches…

Wir haben von YouTube’s Beliebtheit gelernt und moechten Ihnen 3 gute Gruende aufzeigen, warum Sie und andere ueber vitches dringend nachdenken sollten:

1 – Direkter Kontakt zur Quelle  

Die Anforderungen der Medien entwickeln und veraendern sich im Laufe der Zeit. Traditionelle Pressemitteilungen eignen sich eher fuer Search Engine Optimization (SEO) als dafuer, einen Journalisten dazu zu bringen, ueber die Firma Ihres Kunden zu berichten. Ein email-pitch gibt Ihnen nur ein kleines Zeit- und Umfangsfenster, um den gewuenschten Eindruck zu machen. Moeglicherweise sind Sie erfolgreich, wenn Sie direkt zum Hoerer greifen – aber Zeit wird aber auch hier zum Engpass, seit die Nachrichtenstellen Entlassungen hinnehmen muessen und die Arbeit sich anhaeuft. Versuchen Sie mal, Ihren naechsten Pitch als Flip Video Ihres Firmensprechers oder Produktmanagers festzuhalten. Senden Sie Journalisten den Link auf die entsprechende Seite Ihres Kunden und umreissen Sie kurz fuer Ihren Medienkontakt, was im Video zu sehen sein wird. Warten Sie ab, was passiert – ich glaube, Sie werden angenehm ueberrascht sein!

2 – Unterhalten, nicht belehren – Verstehen Sie mich nicht falsch, es ist wichtig und noetig, die Medien auf Ihre Spur zu bringen, aber in der heutigen Umgebung sollten Sie vielleicht einen etwas flockigeren Ansatz in Erwaegung ziehen, um Ihre Geschichte anzubringen.  Sie brauchen nicht “lustig” zu sein, aber wenn Sie ein Video anstelle eines geschriebenen Pitches liefern, ermoeglich Sie dem Zuschauer, sich mal im Stuhl zurueckzulehnen und sich in Ruhe zu ueberlegen, wo Ihre Geschichte hineinpassen koennte.

3 – Broadcast braucht Video Footage – Ein video Pitch ist besonders einflussreich, wenn Sie Broadcast-medien pitchen, also Fernsehen und Radio. Wenn darueber nachgedacht wird, Sie bzw. Ihren Kunden als Gast einzuladen, ist es immer gut vorher zu wissen, dass derjenige zum Thema passt und geeignet fuer ein “live” Interview ist. Wenn die Sender direkt sehen koennen, dass Ihre Repraesentant in der Lage ist, ein Gespraech fuer 60 bis 90 Sekunden gut zu fuehren (laenger sollten diese nicht sein) fuehlen sich die Journalisten einfach besser, denjenigen dann auch als Gast einzuladen.

 Ich bin sehr gespannt zu hoeren, ob Sie jetzt auch “vitchen”. Wenn ja, wie laeuft es? Wenn nicht, warum? Ich freue mich auf unsere Unterhaltung!

Advertisements

Online PR und Link-Building

Das schöne an Online-Pressearbeit ist ja, dass sie so unaufwändig ist. Fix die Pressemitteilung geschrieben, den Verteiler mit den vielen eMail-Adressen in das BCC-Feld einkopiert und ab dafür. Angenehmer Nebeneffekt: Mit der Veröffentlichung erhält man einen Link; ein entscheidender Vorteil für das eigene Suchmaschinen Ranking.

Was aber, wenn es an Punkt 2 (den eMail-Adressen) mangelt – sprich: wenn es keinen vernünftigen Verteiler gibt? Dafür gibt es Pressedienste, kostenpflichtige und kostenlose. Das Spektrum reicht von Services wie news aktuell mit Kosten von etwa 300 bis 400 Euro pro Meldung bis hin zu gratis-Diensten wie openPR. Natürlich ist den meisten PR-Leuten klar, dass man – insbesondere durch die Gratis-Angebote – kaum hochwertige Kontakte erzielt. Sprich: Dass es eine Meldung von Openpr.de auf FAZ.net oder Spiegel.de schafft, ist eher unwahrscheinlich.

Aber vernachlässigen wir diesen Punkt jetzt einmal. Widmen wir uns stattdessen einem Aspekt, der im Online-Zeitalter ebenfalls von Bedeutung ist: dem Link-Aufbau, neudeutsch auch Link-Building genannt. Zwar gibt es einen erheblichen qualitativen Unterschied zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Diensten. Doch insbesondere  die gut frequentierten Gratis-Angebote (wie eben openPR) können gute Dienst erweisen, wenn es um das Erzeugen von Links geht – wie wir selbst bei unserer eigenen Arbeit immer wieder feststellen.

Positiv bei vielen dieser Services ist ebenfalls: Die Pressenews können als sogenannte „Deep Links“ auf bestimmte Unterseiten verweisen – zum Beispiel Downloads, Interviews, Gewinnspiele …

Vorsicht ist allerdings geboten, wenn identische Texte in unterschiedliche News-Dienste eingetragen werden sollen: Unter Umständen strafen Google & Co. dies als Duplicate Content ab.

Eine gute Aufzählung kostenloser PR-Dienste findet sich hier:

http://blog.techdivision.com/35-kostenlose-pr-portale/