Monatsarchiv: März 2010

Hoeflichkeit bei Journalisten kann nach hinten losgehen…

Bedanken Sie sich nicht bei Journalisten…denn tatsaechlich koennte diese nett gemeinte Geste Ihre gerade aufgebaute Beziehung sogar verschlechtern.

Das mag zuerst merkwuerdig klingen – Hoflichkeit ist schliesslich immer gefragt, oder?

Aber lassen Sie uns erklaeren: Sie haben hart an Ihrem Pitch gearbeitet. Die ganze Sache sorgfaeltig geplant und umgesetzt. Dann wurde Ihre Story veroeffentlicht und Ihre Chefs sind begeistert. Als hoefliche Person ist Ihr erster Gedanke, ein kurzes “Danke” an den Journalisten zu schicken, der die Veroeffentlichung ermoeglicht hat und mit dem Sie die professionelle Beziehung gerne vertiefen moechten.

Aber: fuer manchen Journalisten ist ein traditionelles “Dankeschoen” ein Hieb gegen seine vermeintliche Objektivitaet. Er hat die Geschichte schliesslich nicht “fuer” Sie geschrieben. Er hat Ihren Pitch aufgegriffen und verwertet, da er fuer ihn und seine Leser oder Zuschauer Nachrichtenwert hatte. Journalisten moechten nicht das Gefuehl haben, dass Sie sie in der Tasche haben.

Stattdessen koennen Sie gerne Lob aussprechen, das sich auf die Professionalitaet des Journalisten bezieht, z.B. auf

1. Objektivitaet – loben Sie dafuer, wie tiefgruendig, gut verstaendlich, ausgewogen und/oder fair der Bericht war.
2. Genauigkeit – bemerken Sie Fakten, die nicht leicht herauszufinden waren. Erkennen Sie an, wieviel gruendliche Recherche noetig war um die richtigen Informationen zu erhalten.
3. Professionalitaet – es ist immer gut anzuerkennen, wie gut man mit jemand arbeiten konnte, wie beeindruckt Ihre Sprecher von der Qualitaet der durchgefuehrten Interviews waren, oder darueber, wieviel Hintergrundwissen der Journalist bereits vorher hatte.
4. Erfolg – loben Sie dafuer, dass der Artikel von einem wire service oder auf Digg als “best news/video/picture” aufgenommen wurde.
5. Geschwindigkeit – Journalisten sind besonders stolz, wenn Sie die ersten sind, die ueber eine bestimmte Sache berichten. Loben Sie sie dafuer.

Wenn Sie Ihr follow-up email schicken, halten Sie auf Ihren Ton sehr sachlich, damit klar wird, dass Sie nicht versuchen, dem Journalisten zu schmeicheln. Stellen Sie ausserdem sicher, dass Sie die Komplimente, die sich machen, auch wirklich so meinen. Hierbei hilft Fingerspitzengefuehl, denn schliesslich werden Journalisten dafuer bezahlt, Unaufrichtigkeit aufzuspueren…

Wenn Sie diesen Vorschlaegen folgen, heben Sie sich ab als echter Profi, der Journalismus versteht. Ihre follow-up Nachrichten werden Ihre Beziehung, die Sie mit Ihrem guten Pitch geknuepft haben, weiter vertiefen und Ihnen fuer kuenftige Pitches eine solide Ausgangsbasis schaffen!

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5 Gründe, warum negative Kommentare Ihrem Blog und Ihrer (Online-) Pressearbeit helfen

Was wäre das liebe Internet ohne die vielen, vielen Kommentare in Blogs, News und Videos?
User-Kommentare sind das Salz in der Social Media-Suppe. Wir alle lieben Kommentare und Feedback zu unseren eigenen Artikeln und Postings – wenn sie denn positiv sind. Genau hier beginnt häufig das Problem: Wie geht man mit negativer Kritik um? Zurück bashen? Löschen? Kommentar-Funktion deaktivieren?

Das ist die eine Möglichkeit. Die andere lautet: Umarmen Sie Ihre Kritiker. Denn tatsächlich haben auch negative Kommentare (so lange sie nicht beleidigend sind) positive Seiten. Als da wären …

1. Nur die Unbekannten und Unwichtigen werden nicht kritisiert
Googeln Sie mal die Begriffe „Fuck Microsoft“. Die geschätzten zwei Millionen Treffer zeigen anschaulich, welche Rolle der Konzern in unser aller Leben spielt. Es ist ganz einfach so: Wachsendes negatives Feedback ist ein Zeichen von wachsender Bedeutung.

2. Kritische Kommentare sind populäre Kommentare
Häufig sind es gerade die negativen Äußerungen, die bei den Lesern auf besonders große Resonanz stoßen – und wichtige Debatten von großer Reichweite entfachen!

3. Vielleicht liegen Sie falsch
Jeder von uns macht Fehler. Vielleicht haben Sie bei Ihrem Eintrag, bei Ihrer News oder Ihrem Produkt einen (für die Leser und Konsumenten) wichtigen Punkt übersehen? Social Media mit all seinen Funktionen bedeutet Austausch – eben Mehrweg-Kommunikation. Auch wenn das, was zurückkommt, mal negativ ist.

4. Negative Kommentare beweisen Ihre Toleranz
Das Internet ist voller manipulierter „Wow!“-Kommentare – mit der Konsequenz, dass wir vielen einfach nicht mehr glauben. Wenn Sie negative Kommentare stehen lassen oder sich sogar konstruktiv mit Ihnen auseinandersetzen, beweisen Sie, dass Sie Ihre Leser und deren Standpunkte respektieren.

5. Negative Kommentare sind Content
Auch eine negative Äußerung ist Inhalt – und ohne Inhalte gibt´s kein funktionierendes SEO.

Bloggen & Verkaufen

Machen wir uns nichts vor – wer einen Unternehmensblog schreibt (oder schreiben lässt), hat vor allem ein Ziel vor Augen: die Verkäufe ankurbeln. Auch Blogs sind kein Marketing-Selbstzweck, und die Zeit, die man hineinsteckt, muss irgendwann einen messbaren Return on Investment zeigen.

Nicht immer herrscht jedoch Klarheit darüber, wie ein Blog konkret und messbar zum Unternehmenserfolg beiträgt. Hier drei schnelle Marketing-Effekte, die Sie mit einem Blog erzielen:

1. Kostenloses Suchmaschinenmarketing: Ihr Suchmaschinenranking kann sich mit einem gut geschriebenen Blog und entsprechenden Links rasant verbessern. Denn die generischen Suchergebnisse, die Sie mit Hilfe eines Blogs erzeugen, halten wesentlich länger und besser vor, als bezahlte Adwords.

2. Erstklassiges Tool zum Themenmonitoring: Ein Blog kann  ein erstklassiges Mittel für Kunden-Service und Kundenumfragen sein.  Wenn Sie Ihren Blog benutzerfreundlich gestalten und beispielsweise Dokumente und Themen  von Anfang an klar kategorisieren, haben Sie ein erstklassiges Feedbackmodul: Sie sehen auf Anhieb, welche Themen am öftesten geklickt und gelesen werden (und welche scheinbar niemanden interessieren).

3. Wirkungsvollere Pressearbeit:  Themen groß anschieben – auch das funktioniert mit einem Blog häufig besser als durch die traditionellen Ansätze der Pressearbeit. Sie haben ein Thema in petto, von dem Sie nicht sicher sind, ob man es dem Journalisten eines großen Mediums anbieten kann? Vielleicht eine Entwicklung, die bislang über den Status einer ambitionierten Produktstudie noch nicht hinausgekommen ist? Warum die News nicht erst einmal im Bog posten – und abwarten, auf welche Resonanz das Thema bei Online-Medien und anderen Bloggern stößt.

Der Teufel im Detail – wie man Websites nicht nennen sollte

Wie Sie Ihre Website nicht nennen sollten oder: die 10 schlechtesten Namen fuer Internetadressen

Wenn Sie sich als Unternehmer eine Internet-Adresse zulegen (ohne die es in der heutigen Geschaeftswelt bekannterweise ja nicht mehr geht) sollten Sie auf ein paar grundlegende Dinge achten. Lassen Sie Ihre Adresse auf jeden Fall von mehreren Personen checken, die nichts mit Ihrem Geschaeft zu tun haben. Manchmal uebersieht man etwas Wesentliches, weil man selber zu genau weiss, was man meint. Schliesslich kennen Sie Ihre Produkte und Services genau. Aber manchmal wird man dadurch eben auch Betriebsblind, denn andere lesen nur, was sie sehen.

Und das kann ganz schoen ins Auge gehen – wie die folgenden Beispiele zeigen:
1. Eine Seite, die ‘Who Represents‘ heisst, hat sich jemand zugelegt, der Beruehmtheiten repraesentiert. Der Name der Seite ist… http://www.whorepresents.com
2. Experts Exchange, eine Seite, auf der Programmierer Tips und Ansichten austauschen koennen: http://www.expertsexchange.com
3. Suchen Sie nach einem bestimmten Kugelschreiber? Schauen Sie bei Pen Island nach, unter http://www.penisland.net
4. Brauchen Sie einen Therapeuten? Versuchen Sie es bei Therapist Finder unter http://www.therapistfinder.com
5. Dann gibt es natuerlich noch die Italian Power Generator Company… http://www.powergenitalia.com
6. Ausserdem haben wir die Mole Station Native Nursery, mit Sitz in New South Wales: http://www.molestationnursery.com
7. Wenn Sie nach Computersoftware suchen, koennen Sie immer unter http://www.ipanywhere.com nachsehen
8. Willkommen bei der First Cumming Methodist Church. Die Internetadresse: http://www.cummingfirst.com
9. Dann, natuerlich, Art Designer und deren wohlueberlegte Website: http://www.speedofart.com
10. Urlaub in Lake Tahoe? Sehen Sie sich die Broschuere an unter http://www.gotahoe.com